Padel Tennis gehört zu den am schnellsten wachsenden Schlägersportarten der Welt. Das Spiel erinnert auf den ersten Blick an Tennis, unterscheidet sich jedoch durch den kleineren Platz, spezielle Schläger und vor allem durch die Glas- beziehungsweise Seitenwände, die während eines Ballwechsels aktiv ins Spiel einbezogen werden können.
Offiziell heißt die Sportart einfach Padel. Der Begriff „Padel Tennis“ wird besonders im deutschsprachigen Raum häufig verwendet, weil sich damit sofort erkennen lässt, dass es sich um eine mit Tennis verwandte Rückschlagsportart handelt.
Was lange vor allem in Spanien und Argentinien populär war, hat sich inzwischen zu einem internationalen Massensport entwickelt. Nach Angaben der International Padel Federation (FIP) gab es im Juni 2026 bereits rund 38 Millionen Padel-Spieler in 178 Ländern und Territorien, etwa 85.000 Courts und 27.000 Clubs. 100 nationale Verbände gehörten zu diesem Zeitpunkt der FIP an.
Dabei eignet sich Padel nicht nur für ambitionierte Sportler. Weil der Court kompakter ist und der Aufschlag von unten erfolgt, bekommen auch Anfänger vergleichsweise schnell längere Ballwechsel zustande.
Padel Tennis im Steckbrief
| Merkmal | Information |
| Offizieller Name | Padel |
| Häufiger Suchbegriff | Padel Tennis |
| Sportart | Rückschlagsport |
| Ursprung | Acapulco, Mexiko |
| Entstehung | 1969 |
| Erfinder | Enrique Corcuera |
| Spieler | normalerweise 2 gegen 2 |
| Platzgröße | 20 × 10 Meter |
| Netz | 0,88 m in der Mitte |
| Schläger | kompakter, ungelochter Griffbereich und gelochte Schlagfläche, keine Besaitung |
| Ball | spezieller Padelball |
| Aufschlag | nach Bodenkontakt, auf oder unter Hüfthöhe |
| Wände | gehören zum Spiel |
| Zählweise | grundsätzlich ähnlich wie beim Tennis |
| Weltverband | International Padel Federation (FIP) |
| Profi-Tour | Premier Padel |
| Spieler weltweit 2026 | rund 38 Millionen laut FIP |
Was ist Padel Tennis?
Padel Tennis beziehungsweise Padel verbindet Elemente aus Tennis und anderen Rückschlagsportarten. Gespielt wird über ein Netz auf einem rechteckigen Platz, allerdings ist dieser deutlich kleiner als ein Tennisplatz und vollständig von Wänden beziehungsweise Glasflächen und Metallgittern umgeben.
Ein regulärer Padel-Court ist 20 Meter lang und 10 Meter breit. Das Spielfeld wird durch ein Netz in zwei gleich große Hälften geteilt. Nach dem FIP-Reglement ist das Netz in der Mitte 0,88 Meter hoch und steigt an den Seiten auf 0,92 Meter an.
Besonders wichtig sind die Wände. Sobald der Ball auf der gegnerischen Spielfeldhälfte korrekt aufgesprungen ist, darf er anschließend gegen Teile der Einfassung fliegen und bleibt trotzdem im Spiel. Genau dadurch entstehen Ballwechsel, die beim Tennis nicht möglich wären.
Padel wird normalerweise als Doppel mit vier Personen gespielt. Je zwei Spieler bilden ein Team. Dadurch stehen neben Technik auch Kommunikation, Positionierung und taktisches Zusammenspiel im Mittelpunkt.
Woher kommt Padel Tennis?
Die Geschichte von Padel beginnt 1969 im mexikanischen Acapulco. Enrique Corcuera wollte auf seinem Grundstück einen Tennisplatz bauen, hatte dafür jedoch nicht genügend Platz. Deshalb entstand eine kleinere Spielfläche von 20 × 10 Metern, die von Wänden umgeben war.
Diese Begrenzungen entwickelten sich vom vermeintlichen Hindernis zum entscheidenden Bestandteil des Spiels.
Corcueras Frau Viviana entwarf anschließend ein erstes Regelwerk. Anfang der 1970er-Jahre brachte Alfonso von Hohenlohe die Sportart nach Spanien und ließ Courts im Marbella Club errichten. Etwa zur gleichen Zeit gelangte Padel nach Argentinien. Dort entwickelte sich die Sportart ebenfalls schnell weiter.
Vor allem Spanien und Argentinien prägen den internationalen Spitzensport bis heute. Mittlerweile hat Padel jedoch nahezu alle Regionen der Welt erreicht.
Wie funktioniert Padel Tennis?
Das grundlegende Ziel ist einfach: Ein Team versucht, den Ball so über das Netz zu spielen, dass die Gegner ihn nicht regelgerecht zurückschlagen können.
Allerdings verändert die Umrandung des Courts die gesamte Dynamik.
Der Ball darf nach einem gültigen Bodenkontakt an die Glaswand oder andere erlaubte Teile des Courts springen und anschließend noch zurückgespielt werden. Ein Spieler kann außerdem die eigene Wand taktisch einsetzen und den Ball von dort über das Netz auf die gegnerische Seite spielen.
Dadurch lohnt es sich häufig, einen scheinbar verlorenen Ball zunächst passieren zu lassen und ihn nach dem Abpraller von der Rückwand zu spielen.
Die wichtigsten Padel-Tennis-Regeln
Für Anfänger lassen sich die Grundregeln auf einige zentrale Punkte reduzieren:
- Gespielt wird normalerweise zwei gegen zwei.
- Der Ball darf auf der eigenen Seite höchstens einmal auf dem Boden aufspringen.
- Danach kann er direkt oder nach Kontakt mit einer erlaubten Wand zurückgespielt werden.
- Der zurückgespielte Ball muss grundsätzlich zunächst auf der gegnerischen Bodenfläche landen, sofern ihn der Gegner nicht vorher als Volley spielt.
- Nach dem korrekten Bodenkontakt beim Gegner darf der Ball anschließend die dortigen Wände oder das Gitter berühren.
- Das Netz darf während des laufenden Punktes weder vom Spieler noch vom Schläger berührt werden.
- Zwei Spieler desselben Teams dürfen den Ball nicht nacheinander schlagen.
- Nach zwei fehlerhaften Aufschlägen verliert das aufschlagende Team den Punkt.
Damit wirkt Padel zunächst ungewöhnlich. Nach wenigen Ballwechseln wird das Prinzip der Wände jedoch meist schnell verständlich.
Wie funktioniert der Aufschlag beim Padel Tennis?
Der Padel-Aufschlag unterscheidet sich deutlich vom Tennisaufschlag.
Beim Tennis wird der Ball normalerweise über dem Kopf getroffen. Beim Padel muss der Spieler den Ball dagegen zunächst innerhalb seines Aufschlagbereichs auf dem Boden aufspringen lassen. Anschließend wird er auf oder unter Hüfthöhe geschlagen.
Mindestens ein Fuß muss beim Treffpunkt den Boden berühren.
Der Aufschlag erfolgt diagonal in das gegenüberliegende Aufschlagfeld. Wie beim Tennis stehen zwei Versuche zur Verfügung.
Wichtig ist außerdem: Beim Return muss der Empfänger den Aufschlag zunächst aufspringen lassen. Einen Aufschlag direkt als Volley zurückzuspielen, ist deshalb nicht erlaubt.
Darf der Aufschlag die Glaswand berühren?
Ja. Springt der Ball zunächst korrekt im gegnerischen Aufschlagfeld auf und trifft danach eine erlaubte Wand, kann der Aufschlag gültig sein.
Anders sieht es beim Metallgitter aus: Berührt der aufgeschlagene Ball nach dem korrekten Bodenkontakt das Metallgitter vor seinem zweiten Bodenkontakt, handelt es sich nach dem FIP-Reglement um einen Aufschlagfehler.
Wie werden beim Padel die Punkte gezählt?
Die klassische Padel-Zählweise orientiert sich stark am Tennis:
15 – 30 – 40 – Spiel
Ein Satz geht normalerweise an das erste Team mit sechs gewonnenen Spielen und mindestens zwei Spielen Vorsprung. Bei 6:6 kann ein Tie-Break entscheiden. Ein Match wird üblicherweise über zwei Gewinnsätze gespielt.
Allerdings gibt es inzwischen verschiedene zugelassene Punktesysteme.
Neue Padel-Regel 2026: der Star Point
Für den Profisport brachte 2026 eine wichtige Änderung. Die FIP führte das Star-Point-System unter anderem bei Premier Padel und auf der CUPRA FIP Tour ein.
Bei 40:40 wird zunächst weiter mit Vorteil gespielt. Wird das Spiel nach zwei Vorteilsphasen noch immer nicht entschieden, folgt ein einzelner Star Point. Wer diesen entscheidenden Ballwechsel gewinnt, gewinnt das Spiel.
Dadurch bleiben die traditionellen Vorteilspunkte teilweise erhalten, gleichzeitig können einzelne Spiele nicht mehr beinahe unbegrenzt lange dauern. Premier Padel nutzt das System seit dem Saisonauftakt 2026 in Riad.
Für Freizeitspieler hängt die genaue Zählweise dagegen vom Club, Turnier oder der jeweiligen Spielrunde ab. Auch klassische Vorteilsspiele oder ein direkter entscheidender Punkt bei Einstand können verwendet werden.
Warum gibt es beim Padel Glaswände?
Die Glaswände sind eines der wichtigsten Merkmale von Padel Tennis.
Sie begrenzen den Platz, gehören gleichzeitig aber zum eigentlichen Spiel. Springt der gegnerische Ball zunächst auf deiner Spielfeldhälfte auf, darf er danach beispielsweise von der Rückwand abprallen. Solange du ihn vor dem zweiten Bodenkontakt erreichst, kannst du weiterspielen.
Genau deshalb sollte man beim Padel nicht jedem Ball sofort entgegenlaufen.
Besonders bei schnellen und tiefen Bällen ist es häufig sinnvoller, einige Schritte zurückzugehen, den Ball an der Glaswand abprallen zu lassen und anschließend kontrolliert zurückzuspielen.
Für ehemalige Tennisspieler gehört diese Umstellung zu den größten Herausforderungen.
Padel Tennis oder Tennis: Was ist der Unterschied?
Obwohl sich beide Sportarten ähneln, gibt es entscheidende Unterschiede.
| Padel | Tennis |
| Court 20 × 10 Meter | deutlich größerer Court |
| meist ausschließlich Doppel | Einzel und Doppel üblich |
| Wände gehören zum Spiel | keine spielbaren Glaswände |
| kompakter Schläger ohne Saiten | besaiteter Tennisschläger |
| Aufschlag nach Bodenkontakt | Ball wird zum Aufschlag hochgeworfen |
| Treffpunkt beim Aufschlag höchstens Hüfthöhe | Überkopfaufschlag üblich |
| längere taktische Ballwechsel durch Wände | größere freie Spielfläche |
| Positionierung als Paar besonders wichtig | im Einzel größere individuelle Laufwege |
Padel ist deshalb keineswegs einfach „Tennis auf einem kleinen Platz“.
Die Grundtechniken ähneln sich zwar, dennoch verändern die Wände, die Schläger und die geringere Spielfeldgröße die Taktik erheblich.
Welchen Schläger braucht man für Padel Tennis?
Ein Padelschläger besitzt keine Saiten. Stattdessen besteht die Schlagfläche aus festem Material und weist zahlreiche Löcher auf.
Nach den aktuellen FIP-Regeln darf der Schläger insgesamt höchstens 45,5 Zentimeter lang, maximal 26 Zentimeter breit und grundsätzlich höchstens 38 Millimeter dick sein. Außerdem gehört eine Sicherheitsschlaufe am Griff zur vorgeschriebenen Ausstattung. Während des Spiels muss sie am Handgelenk getragen werden.
Padelschläger werden häufig nach ihrer Form unterschieden:
| Form | Eigenschaften | Geeignet für |
| Rund | großer Sweetspot, viel Kontrolle | Anfänger |
| Tropfenform | Mischung aus Kontrolle und Power | Fortgeschrittene |
| Diamantform | Schwerpunkt stärker Richtung Schlägerkopf | erfahrene, offensiv orientierte Spieler |
Für Einsteiger ist ein leichter bis mittelschwerer, runder Schläger häufig die angenehmste Wahl.
Ein extrem harter oder kopflastiger Schläger bringt zwar potenziell mehr Geschwindigkeit, verzeiht jedoch deutlich weniger Fehler.
Welche Bälle verwendet man beim Padel?
Padelbälle sehen Tennisbällen sehr ähnlich, unterliegen jedoch einem eigenen Regelwerk.
Nach den FIP-Vorgaben liegt das Gewicht eines offiziellen Balls zwischen 56,0 und 59,4 Gramm, sein Durchmesser zwischen 6,35 und 6,77 Zentimetern. Auch Innendruck und vorgeschriebenes Sprungverhalten sind geregelt.
Deshalb empfiehlt es sich, beim regelmäßigen Spielen echte Padelbälle zu benutzen, anstatt einfach beliebige Tennisbälle mitzunehmen.
Welche Schuhe braucht man zum Padel Tennis?
Besonders wichtig ist seitlicher Halt.
Beim Padel werden viele kurze Sprints, Richtungswechsel, Drehungen und seitliche Bewegungen ausgeführt. Deshalb eignen sich Padelschuhe oder geeignete Tennisschuhe meist besser als gewöhnliche Laufschuhe.
Laufschuhe sind hauptsächlich für Bewegungen nach vorne konstruiert. Auf dem Court können sie bei schnellen seitlichen Richtungswechseln weniger Stabilität bieten.
Außerdem sollte die Sohle zum jeweiligen Courtbelag passen.
Ist Padel Tennis für Anfänger geeignet?
Gerade für Anfänger besitzt Padel einige Vorteile.
Der Platz ist kompakt, der Aufschlag technisch weniger anspruchsvoll als ein klassischer Tennisaufschlag und die Schläger sind relativ kurz. Dadurch können neue Spieler oft schon während ihrer ersten Einheit kleinere Ballwechsel spielen.
Trotzdem besitzt Padel eine hohe taktische Tiefe.
Mit zunehmendem Niveau werden unter anderem folgende Fähigkeiten wichtiger:
- Positionierung mit dem Partner
- kontrolliertes Spiel über die Glaswand
- Volleys
- Lobs
- Bandeja
- Vibora
- Smash
- Übergang zwischen Grundlinie und Netz
- Erkennen freier Räume
Gerade darin liegt ein Teil des Reizes: Padel ist relativ leicht zu beginnen, aber schwer vollständig zu beherrschen.
Padel Tennis für Anfänger: 7 wichtige Tipps
1. Nicht jeden Ball hart schlagen
Anfänger versuchen häufig, Punkte durch maximale Geschwindigkeit zu gewinnen. Beim Padel funktioniert Kontrolle jedoch oft besser als reine Power.
Ein sauber platzierter Ball kann gefährlicher sein als ein unkontrollierter Smash.
2. Gemeinsam zum Netz gehen
Padel ist ein Teamsport. Wenn ein Spieler vorne und der andere weit hinten steht, entstehen große freie Räume.
Deshalb sollten sich beide Partner möglichst gemeinsam nach vorne oder hinten bewegen.
3. Die Glaswand nutzen
Die Rückwand ist kein Feind.
Lass tiefe Bälle ruhig zunächst aufspringen und anschließend von der Scheibe zurückkommen. Dadurch gewinnst du zusätzliche Zeit für deinen Schlag.
4. Den Lob lernen
Ein hoher Lob gehört zu den wichtigsten taktischen Schlägen im Padel.
Damit lassen sich Gegner vom Netz zurückdrängen. Gleichzeitig erhält das eigene Team die Möglichkeit, selbst die offensive Netzposition einzunehmen.
5. Nicht zu nah am Netz stehen
Wer direkt am Netz klebt, ist besonders anfällig für Lobs.
Eine etwas größere Distanz erleichtert es, sowohl Volleys als auch hohe Bälle zu erreichen.
6. Mit dem Partner sprechen
Kurze Hinweise wie „meiner“, „deiner“, „vorne“ oder „hinten“ verhindern Missverständnisse.
Vor allem bei Bällen durch die Mitte entscheidet Kommunikation häufig darüber, ob ein Team kontrolliert weiterspielen kann.
7. Erst Kontrolle, dann Spezialschläge
Bandeja, Vibora und spektakuläre Smashes sehen attraktiv aus. Anfänger profitieren jedoch zunächst stärker von sicheren Grundschlägen, Volleys, Lobs und einem kontrollierten Aufschlag.
Was bedeutet Bandeja beim Padel?
Die Bandeja ist ein charakteristischer Padel-Schlag.
Der Begriff bedeutet auf Spanisch ungefähr „Tablett“. Gespielt wird die Bandeja meist als kontrollierter Überkopfschlag, wenn der Gegner versucht, das Netzteam mit einem Lob zurückzudrängen.
Anders als bei einem maximal harten Smash geht es häufig nicht darum, den Punkt sofort zu beenden. Stattdessen soll der Ball kontrolliert tief gespielt werden, damit das eigene Team möglichst seine gute Netzposition behalten kann.
Was ist eine Vibora?
Die Vibora ist ein offensiverer Überkopfschlag mit stärkerem Seitenschnitt.
Sie ähnelt teilweise der Bandeja, wird jedoch aggressiver gespielt. Der seitliche Spin kann besonders nach einem Kontakt mit der Glaswand unangenehme Abpraller erzeugen.
Wie anstrengend ist Padel Tennis?
Padel kann körperlich durchaus intensiv werden.
Während eines Spiels wechseln sich kurze Sprints, Abbremsbewegungen, Richtungswechsel und kurze Erholungsphasen ständig ab. Gleichzeitig trainiert das Spiel Reaktion, Koordination und räumliche Wahrnehmung.
Wie anstrengend eine Partie tatsächlich wird, hängt jedoch stark von Spielniveau, Ballwechsellänge, Alter und körperlicher Fitness ab.
Ein lockeres Freizeitmatch lässt sich deshalb nicht direkt mit einem hochklassigen Turnierspiel vergleichen.
Was kostet Padel Tennis?
Die Kosten hängen stark von Land, Stadt, Tageszeit und Anlage ab.
In der Regel entstehen vor allem Kosten für:
- Court-Miete
- Padelschläger
- Bälle
- passende Schuhe
- eventuell Trainerstunden
- Turnier- oder Vereinsgebühren
Für die ersten Versuche muss man jedoch nicht sofort einen eigenen Schläger kaufen. Viele Padel-Anlagen verleihen Schläger direkt vor Ort.
Da sich vier Personen die Court-Miete teilen können, bleiben die Kosten pro Spieler zudem häufig überschaubar.
Wer regelmäßig spielt, profitiert später von einem eigenen Schläger, weil Gewicht, Balance und Härte dann gezielt zum eigenen Spielstil gewählt werden können.
Warum wird Padel Tennis immer beliebter?
Mehrere Faktoren tragen zum schnellen Wachstum bei.
Einerseits ist die Einstiegshürde vergleichsweise niedrig. Andererseits besitzt die Sportart einen starken sozialen Charakter, weil fast immer vier Personen gemeinsam auf dem Court stehen.
Hinzu kommen spektakuläre Ballwechsel durch die Glaswände und eine professionelle internationale Turnierszene.
Wie stark das Wachstum inzwischen ausfällt, zeigen die Zahlen der FIP: Der World Padel Report 2025 erfasste bereits mehr als 35 Millionen Spieler und 77.300 Courts. Im Juni 2026 meldete der Verband rund 38 Millionen Spieler und 85.000 Courts.
Auch der Profisport expandiert. Die Premier-Padel-Saison 2026 umfasst laut FIP 26 Turniere in 18 Ländern.
Ist Padel Tennis olympisch?
Nein, Padel gehört 2026 noch nicht zum Programm der Olympischen Spiele.
Die International Padel Federation verfolgt jedoch ausdrücklich das Ziel einer zukünftigen olympischen Aufnahme.
Gleichzeitig ist die Sportart bereits bei mehreren großen Multisportveranstaltungen vertreten. Padel gehörte 2023 zum Programm der European Games und wird 2027 erneut dort vertreten sein. Außerdem ist die Sportart für die Asian Games 2026 als Medaillenwettbewerb bestätigt.
Die zunehmende internationale Verbreitung gilt deshalb als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer möglichen späteren olympischen Zukunft.
Padel Tennis in Deutschland
Auch in Deutschland hat sich Padel von einer Nischensportart zu einem deutlich sichtbaren Freizeit- und Wettkampfsport entwickelt.
Vor allem in größeren Städten entstehen immer mehr Indoor- und Outdoor-Anlagen. Gleichzeitig integrieren klassische Tennisvereine zusätzliche Padel-Courts in ihre Anlagen.
Für Einsteiger ist das praktisch: Bei vielen Betreibern können Courts online reserviert und Schläger direkt vor Ort ausgeliehen werden. Dadurch benötigt man zum ersten Ausprobieren häufig kaum eigene Ausrüstung.
Wer niemanden für ein Doppel kennt, findet zudem bei vielen Anlagen offene Spielrunden, Kurse oder sogenannte Matchmaking-Angebote.
Padel Tennis lernen: Braucht man einen Trainer?
Für die ersten Ballwechsel ist ein Trainer nicht zwingend erforderlich.
Wer jedoch dauerhaft richtig spielen möchte, kann schon von wenigen Trainerstunden profitieren. Besonders die Bewegungen an der Glaswand unterscheiden sich stark von anderen Rückschlagsportarten.
Ein Trainer kann außerdem früh verhindern, dass sich ungünstige Bewegungsmuster einschleichen.
Besonders sinnvoll sind Einheiten zu:
- Positionierung
- Grundschlagtechnik
- Aufschlag und Return
- Volleys
- Glaswandspiel
- Lob
- Bandeja
- Netzspiel
- Kommunikation im Doppel
Tennisspieler besitzen häufig einen technischen Vorsprung, müssen sich allerdings ebenfalls umstellen. Vor allem sehr kraftvolle Grundschläge und die Gewohnheit, jeden Ball möglichst früh zu treffen, sind beim Padel nicht immer die beste Lösung.
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FAQ zu Padel Tennis
Padel Tennis, offiziell Padel genannt, ist eine Rückschlagsportart für normalerweise vier Spieler. Sie wird auf einem 20 × 10 Meter großen Court mit Netz und umlaufenden Wänden gespielt. Die Wände dürfen während eines Ballwechsels in das Spiel einbezogen werden.
Im Alltag meinen beide Begriffe meistens dieselbe Sportart. Der internationale offizielle Name lautet jedoch Padel. „Padel Tennis“ ist vor allem ein verbreiteter Such- und Alltagsbegriff.
Padel besitzt einen kleineren Court, feste Schläger ohne Besaitung, einen Aufschlag nach Bodenkontakt und spielbare Wände. Außerdem wird Padel normalerweise als Doppel gespielt.
Das reguläre Padel-Spiel wird mit vier Personen im Doppel gespielt. Es existieren zwar kleinere Einzel-Courts und Trainingsformen für zwei Personen, sie entsprechen jedoch nicht dem üblichen Wettkampfformat.
Ja. Nachdem der Ball korrekt auf deiner Spielfeldhälfte aufgesprungen ist, darf er anschließend eine erlaubte Wand berühren. Du musst ihn allerdings zurückspielen, bevor er ein zweites Mal den Boden berührt.
Nein. Während eines normalen Ballwechsels darf ein Spieler den gegnerischen Ball auch direkt als Volley nehmen. Beim Return des Aufschlags muss der Ball dagegen zunächst im Aufschlagfeld aufspringen.
Der Ball wird zunächst hinter der Aufschlaglinie auf dem Boden aufgesprungen und danach diagonal geschlagen. Beim Treffpunkt darf er höchstens auf Hüfthöhe sein. Der Spieler muss außerdem mindestens einen Fuß am Boden haben.
Grundsätzlich ähnlich wie beim Tennis: 15, 30, 40 und Spiel. Meist werden Sätze bis sechs Spiele ausgetragen. Die FIP-Regeln erlauben unterschiedliche Varianten für Einstandssituationen. Seit 2026 kommt auf der Premier Padel Tour das neue Star-Point-System zum Einsatz.
Die Grundlagen gelten als vergleichsweise schnell erlernbar. Anspruchsvoller werden später das Glaswandspiel, die richtige Positionierung, das Zusammenspiel mit dem Partner und Spezialschläge wie Bandeja oder Vibora.
Für reguläres Padel sollte ein Padelschläger verwendet werden. Er ist deutlich kompakter als ein Tennisschläger und besitzt eine feste, gelochte Schlagfläche statt einer Besaitung.
Ja, für reguläres Spielen sollten Padelbälle verwendet werden. Sie sehen Tennisbällen ähnlich, besitzen jedoch eigene offizielle Vorgaben zu Gewicht, Durchmesser, Druck und Sprungverhalten.
Nein. Padel ist 2026 noch keine olympische Sportart. Die FIP verfolgt jedoch eine zukünftige Aufnahme und Padel ist bereits Bestandteil verschiedener großer internationaler Multisportveranstaltungen.
Die International Padel Federation sprach im Juni 2026 von rund 38 Millionen Spielern in 178 Ländern und Territorien. Weltweit gab es zu diesem Zeitpunkt ungefähr 85.000 Courts und 27.000 Clubs.
Fazit: Warum Padel Tennis so schnell begeistert
Padel Tennis verbindet einen einfachen Einstieg mit überraschend großer taktischer Tiefe. Der kleinere Court, das Doppelspiel und der vergleichsweise unkomplizierte Aufschlag ermöglichen Anfängern schnell erste Erfolgserlebnisse. Gleichzeitig sorgen Glaswände, Volleys, Lobs und taktische Positionswechsel dafür, dass selbst erfahrene Spieler ständig neue Situationen erleben.
Hinzu kommt das enorme internationale Wachstum. Aus einem improvisierten Court, den Enrique Corcuera 1969 in Acapulco bauen ließ, ist inzwischen eine Sportart mit rund 38 Millionen Spielern geworden.
Wer Padel ausprobieren möchte, braucht deshalb zunächst nicht viel: vier Spieler, einen Court, Bälle und Padelschläger reichen aus. Und weil viele Anlagen Leihschläger anbieten, lässt sich die Sportart meist auch ohne größere Anfangsinvestition testen.

