Trump Harris steht bis heute für eines der außergewöhnlichsten Duelle in der jüngeren Geschichte der amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Donald Trump trat 2024 für die Republikaner an, während Kamala Harris nach dem überraschenden Rückzug von Präsident Joe Biden innerhalb weniger Wochen zur Kandidatin der Demokraten wurde.
Am Ende setzte sich Donald Trump gegen Kamala Harris durch. Trump gewann 312 Wahlleute, Harris kam auf 226. Auch bei der landesweiten Stimmenzahl lag Trump vorne: Nach den offiziellen Ergebnissen der US-Wahlkommission FEC erhielt er 77.302.580 Stimmen beziehungsweise 49,80 Prozent. Harris erreichte 75.017.613 Stimmen beziehungsweise 48,32 Prozent. Der Abstand betrug damit knapp 2,3 Millionen Stimmen.
Seit dem 20. Januar 2025 ist Trump deshalb wieder Präsident der Vereinigten Staaten. Er ist sowohl der 45. als auch der 47. US-Präsident. Harris dagegen ist seit Januar 2025 ehemalige Vizepräsidentin. Ein neues Wahlkampfduell zwischen Trump und Harris gibt es 2026 nicht. Allerdings spielt die frühere demokratische Präsidentschaftskandidatin weiterhin eine Rolle in der US-Politik.
Trump Harris im Steckbrief
| Merkmal | Donald Trump | Kamala Harris |
| Vollständiger Name | Donald John Trump | Kamala Devi Harris |
| Geboren | 14. Juni 1946 | 20. Oktober 1964 |
| Alter 2026 | 80 Jahre | 61 Jahre |
| Partei | Republikanische Partei | Demokratische Partei |
| Kandidatur 2024 | Präsident | Präsidentin |
| Running Mate 2024 | JD Vance | Tim Walz |
| Stimmen 2024 | 77.302.580 | 75.017.613 |
| Stimmenanteil | 49,80 % | 48,32 % |
| Wahlleute | 312 | 226 |
| Ergebnis | Wahlsieger | Wahl verloren |
| Position 2026 | 47. Präsident der USA | ehemalige Vizepräsidentin |
Die offiziellen Electoral-College-Ergebnisse bestätigen 312 Stimmen für Trump und 226 für Harris. Für den Sieg waren mindestens 270 Wahlleute notwendig.
Trump Harris: Wie kam es überhaupt zu diesem Wahlduell?
Ursprünglich sollte die Präsidentschaftswahl 2024 ganz anders aussehen. Präsident Joe Biden plante zunächst, für eine zweite Amtszeit anzutreten. Sein republikanischer Gegner war erneut Donald Trump.
Nach zunehmender Kritik an Bidens Alter und seinem Auftreten zog sich Biden jedoch am 21. Juli 2024 aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurück. Dadurch begann für Kamala Harris ein ungewöhnlich kurzer Weg bis zum Wahltag am 5. November.
Als amtierende Vizepräsidentin erhielt Harris schnell Unterstützung innerhalb der Demokratischen Partei. Im virtuellen Abstimmungsverfahren unterstützten 99 Prozent der teilnehmenden Delegierten ihre Kandidatur. Am 6. August 2024 wurden Kamala Harris und Tim Walz offiziell als Präsidentschafts- und Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokraten zertifiziert.
Damit hatte Harris nur rund dreieinhalb Monate Zeit, um ihren Präsidentschaftswahlkampf aufzubauen und sich gleichzeitig stärker von der Biden-Regierung zu profilieren.
Diese außergewöhnlich kurze Kampagne gab später auch ihrem 2025 veröffentlichten Buch den Titel „107 Days“. Darin schildert Harris ihren Weg vom Rückzug Bidens bis zum Wahltag. Das Buch erschien am 23. September 2025.
Wer gewann Trump gegen Harris 2024?
Donald Trump gewann die Präsidentschaftswahl vom 5. November 2024.
Das Ergebnis im Electoral College lautete:
Donald Trump: 312 Wahlleute
Kamala Harris: 226 Wahlleute
Trump gewann außerdem die wichtigen umkämpften Bundesstaaten Arizona, Georgia, Michigan, Nevada, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin. Dadurch konnte Harris trotz Siegen unter anderem in Kalifornien, New York, Illinois und mehreren Staaten im Nordosten nicht genügend Wahlleute erreichen.
Auch beim sogenannten Popular Vote lag Trump vorne. Seine 77.302.580 Stimmen entsprachen 49,80 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Harris erreichte mit 75.017.613 Stimmen 48,32 Prozent.
Damit betrug Trumps Vorsprung rund 2,285 Millionen Stimmen beziehungsweise etwa 1,5 Prozentpunkte. Das Electoral-College-Ergebnis war deutlich, während der Unterschied bei der landesweiten Stimmenzahl wesentlich kleiner ausfiel.
Warum gewann Trump gegen Harris?
Für den Ausgang einer Präsidentschaftswahl gibt es selten nur einen einzelnen Grund. Untersuchungen nach der Wahl zeigten jedoch, dass Wirtschaft, Inflation und Einwanderung für viele Trump-Wähler besonders wichtig waren.
AP VoteCast, eine umfangreiche Befragung von mehr als 120.000 Wählern, zeigte beispielsweise, dass Menschen, die ihre persönliche finanzielle Situation als schlechter einschätzten oder Inflation als besonders wichtiges Thema nannten, überdurchschnittlich häufig Trump wählten. Gleichzeitig konnte Trump seine Unterstützung unter Menschen ohne Hochschulabschluss ausbauen.
Auch die Einwanderungspolitik spielte eine große Rolle. Während Harris für strengere Grenzkontrollen eintrat, gleichzeitig aber legale Einwanderungswege und Möglichkeiten für einen legalen Aufenthaltsstatus unterstützen wollte, setzte Trump auf eine wesentlich härtere Linie einschließlich umfangreicher Abschiebungen.
Hinzu kam der ungewöhnlich kurze Wahlkampf von Harris. Zwischen Bidens Rückzug und der Wahl lagen nur 107 Tage. Reuters berichtete nach der Wahl, dass wirtschaftliche Sorgen, die Einwanderungsfrage und Schwierigkeiten von Harris, sich ausreichend von der Biden-Regierung abzugrenzen, zu den wichtigen Faktoren ihrer Niederlage gehörten.
Allerdings gewann Trump nicht ausschließlich deshalb, weil Harris Stimmen verlor. Er konnte seine eigene Wählerkoalition ebenfalls verbreitern und erzielte unter einigen traditionell eher demokratisch wählenden Bevölkerungsgruppen leichte Zugewinne.
Trump Harris TV-Duell: Was passierte bei der Debatte?
Das direkte Trump-Harris-Duell fand am 10. September 2024 im National Constitution Center in Philadelphia statt.
Moderiert wurde die Debatte für ABC News von David Muir und Linsey Davis. Besonders bemerkenswert war, dass Trump und Harris sich dort nach Angaben von ABC erstmals überhaupt persönlich begegneten.
Im Mittelpunkt standen vor allem Wirtschaft, Inflation, Einwanderung, Schwangerschaftsabbrüche, Außenpolitik und die politische Bilanz der vorherigen Regierungen.
Die Debatte verlief teilweise äußerst konfrontativ. Beide Kandidaten griffen nicht nur die politischen Positionen des anderen an, sondern stellten auch dessen Eignung für das Präsidentenamt infrage.
Faktenchecks zeigten anschließend zudem, dass während des Duells mehrere falsche, irreführende oder unbelegte Aussagen gemacht wurden. Dabei wurden insbesondere verschiedene Behauptungen Trumps, aber auch einzelne Aussagen von Harris korrigiert.
Trump vs. Harris: Unterschiede bei der Wirtschaft
Die Wirtschaft gehörte 2024 zu den wichtigsten Themen der Wahl.
Trump setzte insbesondere auf niedrigere Steuern, Deregulierung, eine stärkere Förderung amerikanischer Produktion sowie Zölle auf importierte Waren. Sein wirtschaftspolitisches Konzept knüpfte damit an die „America First“-Politik seiner ersten Amtszeit an.
Harris wollte dagegen stärker auf Steuererleichterungen für Familien und Menschen mit mittleren Einkommen, Wohnungsbau sowie Maßnahmen gegen hohe Lebenshaltungskosten setzen. Gleichzeitig wollte sie zentrale wirtschafts- und sozialpolitische Elemente der Biden-Regierung weiterführen.
Gerade die Wahrnehmung der Inflation stellte für Harris jedoch ein Problem dar. Obwohl sich die Inflationsrate vor der Wahl bereits von früheren Höchstständen entfernt hatte, empfanden viele Amerikaner Lebensmittel, Wohnungen und andere Alltagskosten weiterhin als zu teuer. AP VoteCast zeigte, dass dieses Thema Trump politisch deutlich half.
Trump Harris und Einwanderung
Noch deutlicher unterschieden sich Trump und Harris bei der Einwanderungspolitik.
Trump versprach während seines Wahlkampfs eine massive Verschärfung der Einwanderungspolitik und groß angelegte Abschiebungen von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus. Außerdem wollte er verschiedene Maßnahmen seiner ersten Amtszeit wieder aufnehmen oder ausweiten.
Harris vertrat ebenfalls eine deutlich strengere Grenzpolitik als Teile der Demokratischen Partei noch einige Jahre zuvor. Sie unterstützte unter anderem einen parteiübergreifend ausgehandelten Gesetzentwurf, der strengere Asylregeln und zusätzliche Grenzbeamte vorgesehen hätte.
Gleichzeitig sprach sie sich weiterhin für eine umfassendere Einwanderungsreform und Möglichkeiten zur Legalisierung bestimmter bereits in den USA lebender Migranten aus.
Trump Harris und Abtreibung
Ein weiterer fundamentaler Unterschied bestand bei den Abtreibungsrechten.
Harris machte den Schutz reproduktiver Rechte zu einem zentralen Thema ihrer Kampagne. Sie unterstützte eine bundesweite gesetzliche Absicherung des Zugangs zu Schwangerschaftsabbrüchen und kritisierte die Aufhebung des früheren Grundsatzurteils Roe v. Wade.
Trump betonte dagegen seine Rolle bei der Ernennung von drei konservativen Richtern des Supreme Court, deren Stimmen zur Aufhebung von Roe v. Wade beitrugen. Während des Wahlkampfs 2024 erklärte er gleichzeitig, die konkrete Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen solle grundsätzlich den einzelnen Bundesstaaten überlassen werden.
Damit standen sich in diesem Bereich zwei deutlich unterschiedliche politische Vorstellungen gegenüber.
Was macht Donald Trump 2026?
Donald Trump wurde am 20. Januar 2025 zum 47. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt. Es handelt sich um seine zweite, allerdings nicht aufeinanderfolgende Amtszeit.
Bereits von Januar 2017 bis Januar 2021 hatte Trump als 45. Präsident regiert. Damit gehört er zu den wenigen US-Präsidenten, die nach einer Wahlniederlage später erneut ins Weiße Haus zurückkehrten.
Sein Vizepräsident ist JD Vance, der bereits 2024 gemeinsam mit Trump kandidierte. Die offizielle Website des Weißen Hauses führt Trump 2026 weiterhin als 45. und 47. Präsidenten und Vance als amtierenden Vizepräsidenten.
Trumps zweite Amtszeit prägt inzwischen auch die politische Debatte vor den Midterm-Wahlen 2026, bei denen die Zusammensetzung des Kongresses neu bestimmt wird.
Was macht Kamala Harris 2026?
Kamala Harris ist seit Januar 2025 nicht mehr Vizepräsidentin. Nach ihrer Wahlniederlage zog sie sich zunächst teilweise aus dem politischen Tagesgeschäft zurück, verschwand allerdings nicht vollständig aus der Öffentlichkeit.
Im September 2025 veröffentlichte sie mit „107 Days“ ihre persönliche Darstellung des Präsidentschaftswahlkampfs. Darin beschreibt sie die ungewöhnlichen 107 Tage zwischen Bidens Rückzug und der Wahl gegen Trump.
Lange wurde außerdem darüber spekuliert, ob Harris 2026 für das Amt der Gouverneurin von Kalifornien kandidieren könnte. Diese Möglichkeit schloss sie jedoch im Juli 2025 aus. Gleichzeitig erklärte sie nicht, dass ihre politische Karriere grundsätzlich beendet sei.
Auch 2026 unterstützt Harris weiterhin demokratische Kandidaten. Anfang August beteiligte sie sich beispielsweise am Senatswahlkampf der Demokraten in Maine.
Eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2028 ist bisher jedoch nicht offiziell angekündigt.
Könnte es 2028 wieder Trump gegen Harris geben?
Ein erneutes Präsidentschaftsduell Trump gegen Harris im Jahr 2028 ist praktisch in dieser Form nicht zu erwarten.
Donald Trump kann nach dem 22. Zusatzartikel der US-Verfassung kein drittes Mal zum Präsidenten gewählt werden. Da er bereits die Wahlen 2016 und 2024 gewann, hat er die verfassungsrechtlich zulässigen zwei Wahlsiege erreicht.
Bei Kamala Harris sieht die Situation anders aus. Ihre Niederlage 2024 verbietet ihr keine erneute Kandidatur. Dass sie nicht für das Gouverneursamt in Kalifornien kandidierte, verstärkte deshalb bereits Spekulationen über mögliche nationale Ambitionen.
Allerdings gilt auch 2026: Harris hat keine Präsidentschaftskandidatur für 2028 offiziell erklärt. Spekulationen über eine mögliche Kandidatur sollten daher nicht mit einer tatsächlichen Bewerbung verwechselt werden.
Fazit: Trump Harris bleibt eines der wichtigsten politischen Duelle der USA
Das Duell Trump Harris veränderte die Präsidentschaftswahl 2024 innerhalb weniger Monate grundlegend. Nachdem Joe Biden seinen Wahlkampf im Juli beendet hatte, musste Kamala Harris praktisch aus dem Stand eine nationale Präsidentschaftskampagne organisieren.
Trotz hoher Spendeneinnahmen, großer medialer Aufmerksamkeit und starker Unterstützung innerhalb der Demokratischen Partei gelang es ihr nicht, Donald Trump zu schlagen.
Trump gewann schließlich mit 312 zu 226 Wahlleuten und lag auch beim Popular Vote mit rund 2,3 Millionen Stimmen vorne. Wirtschaftliche Sorgen, Inflation und Einwanderung gehörten zu den Themen, die seine Rückkehr ins Weiße Haus begünstigten.
2026 sind die Rollen deshalb klar verteilt: Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten, Kamala Harris ist ehemalige Vizepräsidentin und weiterhin politisch aktiv. Ob Harris 2028 einen weiteren Versuch unternimmt, ins Weiße Haus einzuziehen, bleibt offen.
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Häufig gestellte Fragen zu Trump Harris
Donald Trump gewann die US-Präsidentschaftswahl vom 5. November 2024 gegen Kamala Harris. Trump erhielt 312 Wahlleute, Harris 226.
Trump erhielt offiziell 77.302.580 Stimmen beziehungsweise 49,80 Prozent. Harris kam auf 75.017.613 Stimmen beziehungsweise 48,32 Prozent. Damit lag Trump knapp 2,3 Millionen Stimmen vorne.
Das direkte TV-Duell zwischen Donald Trump und Kamala Harris fand am 10. September 2024 in Philadelphia statt. Die Debatte wurde von ABC News veranstaltet.
Harris wurde zur demokratischen Kandidatin, nachdem Präsident Joe Biden am 21. Juli 2024 seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit beendet hatte. Anfang August wurde Harris offiziell als Kandidatin der Demokratischen Partei bestätigt.
Nein. Harris war von 2021 bis zum 20. Januar 2025 die 49. Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten. Seit dem Regierungswechsel ist JD Vance Vizepräsident.
Ja. Donald Trump ist 2026 der amtierende 47. Präsident der Vereinigten Staaten. Seine zweite Amtszeit begann am 20. Januar 2025.
Ein erneutes Duell gegen Trump ist nicht vorgesehen, weil Trump nach zwei gewonnenen Präsidentschaftswahlen nicht noch einmal zum Präsidenten gewählt werden kann. Harris könnte grundsätzlich 2028 erneut kandidieren, hat eine solche Kandidatur bis August 2026 aber nicht offiziell angekündigt.
Nein. Harris erklärte bereits im Juli 2025, dass sie bei der Gouverneurswahl in Kalifornien 2026 nicht antreten werde.

