Charlotte Gainsbourg ist eine britisch-französische Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Fotografin. Als Tochter von Jane Birkin und Serge Gainsbourg wuchs sie in einer der bekanntesten Künstlerfamilien Europas auf. Dennoch entwickelte sie früh eine eigenständige Karriere. Filme wie „Antichrist“, „Melancholia“ und „Nymphomaniac“ machten sie international bekannt.
Privat lebt Charlotte Gainsbourg seit 1991 mit dem französischen Schauspieler und Regisseur Yvan Attal zusammen. Obwohl er häufig als ihr Ehemann bezeichnet wird, sind beide nach den öffentlich bekannten Informationen nicht verheiratet. Das Paar hat drei Kinder: Ben, Alice und Jo.
Im August 2026 ist Charlotte Gainsbourg 55 Jahre alt. Zu ihren aktuellen Projekten gehört das historische Filmdrama „L’Affaire Marie-Claire“, in dem sie die Anwältin und Frauenrechtlerin Gisèle Halimi verkörpert. Außerdem arbeitet sie an neuer Musik und widmet sich weiterhin dem künstlerischen Erbe ihrer Eltern.
Charlotte Gainsbourg im Überblick
| Merkmal | Angabe |
| Vollständiger Name | Charlotte Lucy Gainsbourg |
| Geburtsdatum | 21. Juli 1971 |
| Geburtsort | London, England |
| Alter im August 2026 | 55 Jahre |
| Nationalität | Britisch und französisch |
| Berufe | Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin, Fotografin |
| Mutter | Jane Birkin |
| Vater | Serge Gainsbourg |
| Partner | Yvan Attal |
| Verheiratet | Nein, soweit öffentlich bekannt |
| Kinder | Ben, Alice und Jo |
| Bekannte Filme | „Antichrist“, „Melancholia“, „Nymphomaniac“ |
| Aktuelles Filmprojekt | „L’Affaire Marie-Claire“ |
| Regiedebüt | „Jane par Charlotte“ |
Wer ist Charlotte Gainsbourg?
Charlotte Gainsbourg wurde am 21. Juli 1971 im Londoner Stadtteil Marylebone geboren. Ihre Mutter war die britische Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin. Ihr Vater war der französische Musiker, Komponist und Schauspieler Serge Gainsbourg.
Obwohl Charlotte in London zur Welt kam, wuchs sie hauptsächlich in Paris auf. Dadurch entwickelte sie eine enge Verbindung zu Frankreich und Großbritannien. Sie spricht sowohl Französisch als auch Englisch und arbeitet regelmäßig in Produktionen aus beiden Sprachräumen.
Ihre Eltern gehörten in den 1960er- und 1970er-Jahren zu den berühmtesten Künstlerpaaren Frankreichs. Jane Birkin und Serge Gainsbourg trennten sich 1980, heirateten jedoch nie. Charlotte Gainsbourg stand deshalb schon als Kind im Mittelpunkt der Medien.
Trotz ihres bekannten Nachnamens blieb sie nicht nur „die Tochter von“. Stattdessen bewies sie als Schauspielerin, Musikerin und später als Regisseurin ihre eigene künstlerische Vielseitigkeit.
Charlotte Gainsbourg und ihr Partner Yvan Attal
Charlotte Gainsbourgs langjähriger Partner ist der französisch-israelische Schauspieler und Regisseur Yvan Attal. Beide lernten sich 1991 während der Dreharbeiten zum Film „Aux yeux du monde“ kennen. Seitdem führen sie eine der beständigsten Beziehungen der französischen Filmwelt.
Yvan Attal wurde am 4. Januar 1965 in Tel Aviv geboren und wuchs in Frankreich auf. Neben seiner Arbeit als Schauspieler führte er bei mehreren Filmen Regie. Dabei arbeitete er wiederholt mit Charlotte Gainsbourg zusammen.
Zu ihren gemeinsamen Filmen gehören unter anderem:
- „Meine Frau, die Schauspielerin“
- „Sie sind ein schöner Mann“
- „Do Not Disturb“
- „My Stupid Dog“
- „Die Anschuldigung“
Besonders interessant ist „Meine Frau, die Schauspielerin“ aus dem Jahr 2001. Yvan Attal schrieb das Drehbuch, führte Regie und spielte an der Seite seiner Partnerin. Der Film beschäftigt sich humorvoll mit Eifersucht, öffentlicher Aufmerksamkeit und einer Beziehung zwischen zwei Schauspielern.
Ist Charlotte Gainsbourg verheiratet?
Charlotte Gainsbourg und Yvan Attal sind nach den öffentlich bestätigten Angaben nicht verheiratet. Deshalb ist die Bezeichnung „Charlotte Gainsbourg Ehemann“ streng genommen nicht korrekt.
Im Juni 2013 machte Yvan Attal seiner Partnerin während einer öffentlichen Veranstaltung einen Heiratsantrag. Eine Hochzeit folgte jedoch nicht. Charlotte Gainsbourg erklärte bereits früher, dass sie gegenüber einer Ehe zurückhaltend sei. Dabei verwies sie unter anderem darauf, dass auch ihre Eltern nie geheiratet hatten.
Für ihre Beziehung spielte die fehlende Hochzeit offenbar keine entscheidende Rolle. Charlotte Gainsbourg und Yvan Attal sind seit mehr als drei Jahrzehnten ein Paar und haben gemeinsam drei Kinder.
Charlotte Gainsbourg und ihre Kinder
Charlotte Gainsbourg ist Mutter von drei Kindern. Alle stammen aus ihrer Beziehung mit Yvan Attal:
| Kind | Geburtsjahr | Bekannte Informationen |
| Ben Attal | 1997 | Schauspieler und Gastronom |
| Alice Attal | 2002 | Arbeitet unter anderem als Model |
| Jo Attal | 2011 | Jüngstes Kind der Familie |
Ihr ältester Sohn Ben Attal entschied sich ebenfalls für die Schauspielerei. Er wirkte unter anderem in dem Film „Die Anschuldigung“ mit, bei dem sein Vater Regie führte. Daneben interessierte er sich für Gastronomie und Kochen.
Auch Tochter Alice Attal trat bereits öffentlich in Erscheinung. Sie arbeitete als Model und war außerdem in künstlerischen Projekten ihrer Mutter zu sehen. Die jüngste Tochter Jo hält sich dagegen weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Charlotte Gainsbourg versuchte lange, das Privatleben ihrer Kinder zu schützen. Dennoch bezog sie Ben, Alice und Jo gelegentlich in ihre Arbeit ein. So erschienen ihre Kinder beispielsweise in Musikvideos zum Album „Rest“.
Jane Birkin: Charlotte Gainsbourgs Mutter
Jane Birkin wurde 1946 in London geboren und entwickelte sich in Frankreich zur Schauspielerin, Sängerin und Stilikone. Internationale Bekanntheit erlangte sie unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit Serge Gainsbourg und das Lied „Je t’aime… moi non plus“.
Charlotte Gainsbourg und ihre Mutter verband eine enge, aber teilweise komplizierte Beziehung. Über Gefühle und persönliche Verletzungen konnten beide nach Charlottes Aussagen lange nur schwer sprechen. Diese Distanz wurde später zum Ausgangspunkt des Dokumentarfilms „Jane par Charlotte“.
Für den 2021 veröffentlichten Film begleitete Charlotte Gainsbourg ihre Mutter mit der Kamera. Dabei entstanden sehr persönliche Gespräche über Familie, Mutterschaft, Schuldgefühle, Alter und Verlust. Der Dokumentarfilm war zugleich Charlotte Gainsbourgs Regiedebüt und wurde bei den Filmfestspielen von Cannes präsentiert.
Jane Birkin starb am 16. Juli 2023 im Alter von 76 Jahren in Paris. Ihr Tod hinterließ bei Charlotte Gainsbourg eine weitere große familiäre Lücke.
Serge Gainsbourg: Ihr berühmter Vater
Serge Gainsbourg war einer der einflussreichsten und zugleich umstrittensten französischen Musiker des 20. Jahrhunderts. Er schrieb Chansons, komponierte Filmmusik, führte Regie und provozierte regelmäßig mit seinen Texten und öffentlichen Auftritten.
Charlotte Gainsbourg nahm bereits als Kind Musik mit ihrem Vater auf. Besonders das Lied „Lemon Incest“ löste wegen seines Titels und Inhalts heftige Diskussionen aus. Charlotte erklärte später, dass sie das Ausmaß der damaligen Kontroverse als Kind kaum verstanden habe.
Serge Gainsbourg starb am 2. März 1991 im Alter von 62 Jahren. Sein Haus in der Rue de Verneuil in Paris blieb anschließend weitgehend unverändert. Charlotte Gainsbourg bewahrte es über Jahrzehnte und machte es schließlich der Öffentlichkeit zugänglich.
Die Maison Gainsbourg wurde 2023 eröffnet. Das Projekt umfasst das ehemalige Wohnhaus und ein gegenüberliegendes Museum mit Manuskripten, Fotografien, Kleidungsstücken und weiteren persönlichen Gegenständen. Die offizielle Ausstellung präsentiert rund 400 Originalobjekte aus dem Leben des Musikers. Maison Gainsbourg
Charlotte Gainsbourgs Karriere als Schauspielerin
Charlotte Gainsbourg begann ihre Filmkarriere bereits als Jugendliche. Ihr Debüt gab sie 1984 in „Paroles et Musique“. Kurz darauf übernahm sie die Hauptrolle in Claude Millers Jugenddrama „Das freche Mädchen“.
Für diese Darstellung gewann sie 1986 den César als beste Nachwuchsdarstellerin. Im Jahr 2000 erhielt sie einen weiteren César als beste Nebendarstellerin für „La Bûche“.
Im Laufe ihrer Karriere arbeitete Charlotte Gainsbourg mit bekannten Regisseuren wie Lars von Trier, Michel Gondry, Alejandro González Iñárritu, Todd Haynes und Franco Zeffirelli zusammen.
Bekannte Filme mit Charlotte Gainsbourg
| Jahr | Film | Bedeutung |
| 1985 | „Das freche Mädchen“ | César als beste Nachwuchsdarstellerin |
| 1993 | „Der Zementgarten“ | Verfilmung des Romans von Ian McEwan |
| 1996 | „Jane Eyre“ | Rolle der Jane Eyre |
| 2003 | „21 Gramm“ | Internationales Filmdrama |
| 2006 | „Science of Sleep“ | Zusammenarbeit mit Michel Gondry |
| 2007 | „I’m Not There“ | Film über verschiedene Facetten Bob Dylans |
| 2009 | „Antichrist“ | Darstellerpreis in Cannes |
| 2011 | „Melancholia“ | Drama von Lars von Trier |
| 2013 | „Nymphomaniac“ | Hauptrolle als Joe |
| 2021 | „Sundown“ | Drama mit Tim Roth |
| 2022 | „Die Passagiere der Nacht“ | Französisches Familiendrama |
| 2025 | „Étoile“ | Ballettserie von Prime Video |
| 2026 | „L’Affaire Marie-Claire“ | Rolle der Gisèle Halimi |
Charlotte Gainsbourg in „Antichrist“ und „Nymphomaniac“
Besonders prägend war Charlotte Gainsbourgs Zusammenarbeit mit dem dänischen Regisseur Lars von Trier. In „Antichrist“ spielte sie eine trauernde Mutter, die nach dem Tod ihres Kindes psychisch zusammenbricht. Der Film sorgte wegen seiner drastischen Darstellungen für heftige Kontroversen.
Ihre schauspielerische Leistung wurde jedoch international gewürdigt. Bei den Filmfestspielen von Cannes erhielt sie 2009 den Preis als beste Darstellerin. Festival de Cannes
Später arbeitete sie mit Lars von Trier an „Melancholia“ und dem zweiteiligen Drama „Nymphomaniac“. Gerade diese Rollen festigten ihren Ruf als mutige Schauspielerin, die sich auch schwierigen und körperlich fordernden Figuren stellt.
Charlotte Gainsbourg als Sängerin
Neben ihrer Schauspielkarriere veröffentlicht Charlotte Gainsbourg eigene Musik. Ihr erstes Album „Charlotte for Ever“ erschien 1986 und entstand unter der Leitung ihres Vaters.
Nach einer längeren Pause kehrte sie 2006 mit dem Album „5:55“ zurück. Daran wirkten unter anderem Air, Jarvis Cocker, Neil Hannon und Nigel Godrich mit. Das Album verband französischen Pop mit elektronischen und melancholischen Elementen.
Zu ihren wichtigsten Veröffentlichungen gehören:
- „Charlotte for Ever“ von 1986
- „5:55“ von 2006
- „IRM“ von 2009
- „Stage Whisper“ von 2011
- „Rest“ von 2017
- „Take 2“ von 2018
Für „IRM“ arbeitete sie eng mit dem US-Musiker Beck zusammen. Das besonders persönliche Album „Rest“ entstand dagegen mit dem französischen Produzenten SebastiAn. Darin verarbeitete Charlotte Gainsbourgs unter anderem den Tod ihrer Halbschwester Kate Barry.
Im August 2026 erklärte sie, erneut mit SebastiAn an einem Album zu arbeiten. Nach dem Tod ihrer Mutter Jane Birkin flossen jedoch wieder verstärkt Themen wie Trauer, Erinnerung und familiärer Verlust in die neuen Lieder ein. El País
Welche neuen Projekte hat Charlotte Gainsbourgs 2026?
Ein wichtiges aktuelles Projekt ist der Film „L’Affaire Marie-Claire“. Darin spielt Charlotte Gainsbourgs die französisch-tunesische Anwältin und Frauenrechtlerin Gisèle Halimi.
Der Film behandelt den berühmten Prozess von Bobigny aus dem Jahr 1972. Damals verteidigte Halimi eine minderjährige Jugendliche, die nach einer Vergewaltigung illegal abgetrieben hatte. Das Verfahren wurde zu einem Wendepunkt in der französischen Debatte über das Recht auf Schwangerschaftsabbruch.
„L’Affaire Marie-Claire“ wurde 2026 als Sondervorführung bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt. Der französische Kinostart ist für den 4. November 2026 vorgesehen. Festival de Cannes, Gaumont
Bereits 2025 war Charlotte Gainsbourgs in der Prime-Video-Serie „Étoile“ zu sehen. Sie spielte Geneviève, die Leiterin einer Pariser Ballettkompanie. Die erste Staffel besteht aus acht Folgen und handelt von einem Austausch zwischen Ballettensembles in Paris und New York. Prime Video
Darüber hinaus beschäftigt sich Charlotte Gainsbourgs verstärkt mit Fotografie. Ihr Projekt „5 Bis“ zeigt persönliche Aufnahmen aus dem früheren Haus ihres Vaters, bevor dieses als Museum eröffnet wurde.
Fazit zu Charlotte Gainsbourg
Charlotte Gainsbourg ist weit mehr als die Tochter von Jane Birkin und Serge Gainsbourg. Als Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Fotografin hat sie eine eigenständige internationale Karriere aufgebaut. Besonders ihre kompromisslosen Rollen in „Antichrist“, „Melancholia“ und „Nymphomaniac“ machten sie zu einer der interessantesten europäischen Schauspielerinnen ihrer Generation.
Privat ist Charlotte Gainsbourg seit 1991 mit Yvan Attal liiert. Das Paar ist nicht verheiratet und hat drei Kinder. Gleichzeitig setzt sich Gainsbourg intensiv mit ihrer Familiengeschichte auseinander – durch Musik, Filme, Fotografie und die Maison Gainsbourg.
Auch 2026 bleibt sie künstlerisch aktiv. Neben dem Film „L’Affaire Marie-Claire“ arbeitet sie an neuer Musik und erweitert damit ein Werk, in dem sich Schauspiel, Erinnerung und persönliche Verlusterfahrungen immer wieder verbinden.
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Häufige Fragen zu Charlotte Gainsbourg
Charlotte Gainsbourg ist eine britisch-französische Schauspielerin, Sängerin, Regisseurin und Fotografin. Sie ist die Tochter von Jane Birkin und Serge Gainsbourg.
Charlotte Gainsbourg wurde am 21. Juli 1971 geboren. Im August 2026 ist sie 55 Jahre alt.
Nein. Charlotte Gainsbourg und ihr langjähriger Partner Yvan Attal sind nach öffentlich bekannten Angaben nicht verheiratet.
Charlotte Gainsbourgs Partner ist der französische Schauspieler und Regisseur Yvan Attal. Beide sind seit 1991 zusammen.
Charlotte Gainsbourg hat drei Kinder mit Yvan Attal. Sie heißen Ben, Alice und Jo.
Ihre Mutter war die britische Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin. Ihr Vater war der französische Musiker Serge Gainsbourg.
Charlotte Gainsbourg gewann 2009 für ihre Rolle in Lars von Triers Film „Antichrist“ den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Cannes.
2026 spielt Charlotte Gainsbourg die Anwältin Gisèle Halimi im Film „L’Affaire Marie-Claire“. Außerdem arbeitet sie an einem neuen Musikalbum und beschäftigt sich mit Fotografie.

